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Jetlag nach der USA-Reise: Zurück auf deutscher Zeit


Oder: Warum mein Kopf mitten in der Nacht schon wieder voller Ideen steckt.


Ich bin wieder zu Hause.

Gestern Morgen um 8:30 Uhr bin ich nach meinem Rückflug aus den USA in München gelandet. Hinter mir liegen Alabama, Atlanta, viele Erlebnisse und vor allem sieben Stunden Zeitverschiebung zwischen Anniston und Schongau.


Und genau diese sieben Stunden sind gerade noch ziemlich deutlich zu spüren.

Mein erster Tag zurück in Deutschland

Eigentlich lief der Ankunftstag gar nicht so schlecht.

Nach der Landung ging es nach Hause. Ein bisschen aufräumen, Koffer auspacken, ankommen.

Gegen 12:30 Uhr habe ich mich dann doch hingelegt und bis ungefähr 13:45 Uhr geschlafen. Später kam noch eine weitere kleine Ruhepause dazu. Zwischendurch war ich draußen und habe versucht, mich zu beschäftigen.

Am Abend habe ich tatsächlich noch meine Koffer komplett ausgeräumt. Beim Fernsehen bin ich allerdings irgendwann eingeschlafen.

Gegen 23 Uhr ging es dann richtig ins Bett und ich bin auch schnell eingeschlafen.

So weit, so gut.

Nur hatte meine innere Uhr offenbar andere Pläne.

Hallo Deutschland. Mein Kopf ist noch in Alabama.

Mitten in der Nacht war ich plötzlich wach.

Nicht nur ein bisschen wach.

Mein Kopf war richtig wach.

Ich wollte eigentlich noch einmal einschlafen. Stattdessen hatte ich Ideen. Ich habe angefangen, Blogbeiträge zu schreiben, über neue Themen nachzudenken und mir fiel ein, was ich alles noch machen könnte.

Und irgendwann dachte ich: Wenn ich sowieso wach bin, kann ich auch gleich über genau das schreiben.

Über Jetlag.

Denn eigentlich ist es ziemlich logisch, was gerade passiert.

Zwischen Anniston in Alabama und Schongau in Bayern liegen aktuell sieben Stunden Zeitunterschied. Anniston liegt in der Central Time, während wir hier in Deutschland zurzeit die mitteleuropäische Sommerzeit haben.

Wenn es hier morgens um 4 Uhr ist, ist es in Anniston gerade einmal 21 Uhr am Vorabend.

Mein Körper denkt also ungefähr:

Schlafen? Wieso denn? Der Abend ist doch noch jung.

Kein Wunder, dass in meinem Kopf plötzlich die Ideen sprudeln.

Warum der Rückflug oft schwieriger ist

Ich fliege regelmäßig in die USA und kenne das Spiel inzwischen.

Trotzdem reagiert der Körper nicht bei jeder Reise gleich.

Besonders die Rückreise von den USA nach Deutschland kann anstrengend sein. Wir reisen dabei nach Osten und müssen unsere innere Uhr vorstellen.

In meinem Fall sogar um sieben Stunden.

Der Körper soll plötzlich früher schlafen, früher aufstehen und zu Zeiten funktionieren, zu denen er nach amerikanischer Zeit eigentlich etwas ganz anderes machen würde.

Das lässt sich nicht einfach per Knopfdruck umstellen.

Aber man kann dem Körper ein bisschen helfen.

Meine Tipps gegen Jetlag nach der USA-Reise

1. Möglichst schnell nach deutscher Zeit leben

Das ist wahrscheinlich der wichtigste Punkt.

Frühstück, Mittagessen, Abendessen und Schlafenszeit richte ich möglichst schnell wieder nach der deutschen Uhr.

Auch wenn mein Körper anderer Meinung ist.

2. Morgens raus ins Tageslicht

Tageslicht hilft unserer inneren Uhr bei der Orientierung.

Deshalb heißt es für mich heute: raus!

Ein Spaziergang, ein bisschen Bewegung und richtiges Tageslicht sind gerade wertvoller als ein Vormittag auf der Couch.

3. Nicht den ganzen Tag gegen die Müdigkeit anschlafen

Das ist vermutlich meine größte Herausforderung.

Gestern habe ich meinem Körper mit meinen Schlafpausen am Nachmittag noch ein bisschen amerikanische Zeit gegönnt.

Heute möchte ich das möglichst vermeiden.

Wenn es gar nicht anders geht, darf ein kurzer Powernap sein. Aber wirklich kurz. Etwa 20 bis 30 Minuten und möglichst nicht spät am Nachmittag.

Denn aus „Ich lege mich nur ganz kurz hin können erstaunlich schnell zwei Stunden werden.

Ich spreche da durchaus aus Erfahrung.

4. Bewegung hilft

Ich muss heute keinen sportlichen Rekord aufstellen.

Aber spazieren gehen, einkaufen, etwas im Atelier machen, Koffer wegräumen oder einfach immer wieder aufstehen und mich bewegen hilft mir dabei, wach zu bleiben.

Vor allem dann, wenn am Nachmittag plötzlich das große Tief kommt.

5. Kaffee ja, aber nicht bis zum Abend

Auf meinen Kaffee möchte ich natürlich trotzdem nicht verzichten.

Morgens und vormittags ist das auch völlig in Ordnung.

Später am Tag versuche ich allerdings, darauf zu verzichten, damit ich mir die kommende Nacht nicht selbst schwer mache.

6. Abends darf es wieder ruhig werden

Tagsüber brauche ich Licht.

Abends genau das Gegenteil.

Licht etwas reduzieren, nicht mehr tausend Dinge anfangen und dem Körper langsam vermitteln:

Jetzt ist tatsächlich Abend. Und zwar deutscher Abend.

7. Melatonin kann eine Möglichkeit sein

Melatonin ist ein körpereigenes Hormon, das an unserem Schlaf-Wach-Rhythmus beteiligt ist.

Gerade bei Reisen nach Osten kann es, zum richtigen Zeitpunkt eingesetzt, dabei helfen, die innere Uhr an die neue Zeitzone anzupassen.

Ich werde das für mich allerdings nicht einfach nach dem Motto „viel hilft viel ausprobieren. Bei Melatonin kommt es unter anderem auf den richtigen Einnahmezeitpunkt an. Wer Medikamente nimmt oder gesundheitliche Besonderheiten hat, sollte vorher in der Apotheke oder beim Arzt nachfragen.

Für mich bleibt Tageslicht am Morgen ohnehin eine der wichtigsten und einfachsten Möglichkeiten, meinem Körper zu zeigen: Wir sind wieder in Deutschland.


Und wie sieht mein Plan für heute aus?

Heute ist mein erster kompletter Tag wieder zu Hause.

Mein Ziel ist ziemlich simpel:

Wach bleiben.

Möglichst kein langer Mittagsschlaf. Raus ins Tageslicht. Mich bewegen. Normal essen. Und heute Abend zu einer vernünftigen deutschen Zeit ins Bett gehen.

Mal sehen, ob mein Körper mitspielt.

Ein bisschen Zeit darf er schließlich brauchen. Er war gerade noch mit mir in Alabama.

Bis Dienstag muss die innere Uhr wieder funktionieren

Ein kleines persönliches Ziel habe ich allerdings.

Nächsten Dienstag beginnt für mich wieder die Schule.

Bis dahin möchte ich nicht morgens um vier Uhr putzmunter Blogbeiträge schreiben und dafür nachmittags um drei kaum noch die Augen offenhalten können.

Ich habe also noch ein paar Tage Zeit, meine innere Uhr freundlich, aber bestimmt wieder nach Deutschland zurückzuholen.

Heute ist Tag eins.

Während ich diesen Beitrag schreibe, bin ich erstaunlicherweise ziemlich munter.

Mein Körper sitzt vielleicht noch irgendwo in Alabama und denkt, es sei Abend.

Mein Kopf dagegen ist offensichtlich schon wieder im Gedankensprudler angekommen.

Fragt mich heute Nachmittag noch einmal.


Wie ist das bei euch?

Kennt ihr Jetlag nach einer USA-Reise?

Welche Richtung macht euch mehr zu schaffen: Deutschland → USA oder USA → Deutschland?

Und habt ihr einen persönlichen Trick mit dem ihr schneller wieder in euren normalen Rhythmus findet?



Beatrice 11.09.2026, 07.36

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