Ach, wie sich alles umdreht - ging mir heute durch den Kopf. Ich komme eben von meiner Tochter zurück, mit vollgeschlagenem Keksbauch: Vanillekipferl, Haferflockenkekse, Schokocrossis, Butterplätzchen, Lebkuchenstückchen und Dominokekse verschwanden in meinem gierigen Mund. Jedes Einzelne davon hab ich hingebungsvoll genossen. Dabei ist mir bewusst geworden, dass ich nicht mal Fitzelchen von Plätzchenteig in und an meinen Fingern hatte.
Traditionen, wie Plätzchen backen, weihnachtliche Dekorationen, Nikolaus - und Weihnachtsbasteleien habe ich mit Bravour an meine Tochter weitergereicht.
Ohne schlechtes Gewissen geniesse ich diese Tage bei Kerzenschein und Glühwein in meinen eigenen vier Wänden. 20 Weihnachtsjahre mit den meinen Kiddies + 12 Jahre Kindergartenweihnachtszeit waren genug - dies ist mein erstes Weihnachten, das ganz im Zeichen von Ruhe und Stille steht. Kein Stress. Keine Überlegungen, wieviele Sorten Plätzchen ich backen werde. Keine Kisten mit Weihnachtsallerlei, das unbedingt an Wänden, auf Regalen und Schränken zu stehen hat - wie jedes Jahr. Wenn mir danach ist, gehe ich in den Keller und hole mir das hoch, wonach mir der Sinn steht und wenn es nur ein einziger winziger Weihnachtsengel sein sollte.
Gerade in diesem Jahr ist mir sehr bewusst geworden, dass ich diese Stresstage nicht vermisse. Ich habe genug Sterne gebastelt, Weihnachtsbäume ausgeschnitten, Fenster und Türen dekoriert, Weihnachtskarten entworfen - alles zusammen x25Kinder x12Jahre + die Jahre mit meinen eigenen Kindern.
In mir: ich möchte mich nun ausruhen - davon.