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Einträge vom: 26.06.2013

Holunderblüten-Sirup

Das Modegetränk HUGO ist bei mir relativ spät angekommen. Ich hab mal nachgelesen und ich staune, dass es dieses Mixgetränk schon seit 2005 gibt. Ursprüglich wird Hugo mit Prosecco und Zitronenmelissesirup, Minzblätter, einem Spritzer Soda plus Eiswürfel zusammengerührt. Mit dem Sommer 2010 ist der Hugo richtig populär geworden und wird auch mit Holunderblütensirup gemixt. Da ich eher selten Alkoholisches trinke ist der Hugo an mir vorübergezogen ;-) (aber natürlich hab ich inzwischen auch schon angetestet, ob ich dieses Mixgetränk mag)

Der Holunderblütensirup hat mich dieses Jahr magisch angezogen - nicht nur wegen Hugo, sondern auch für die geschmackliche Untermalung von Desserts in jeglicher Form. Nebenbei entwickel ich immer mehr Freude an Selbstgemachten. Wahrscheinlich werde ich auch noch irgendwann bei "Post aus meiner Küche" mitmachen. Ich seh das schon kommen.

Die Herstellung des Sirup ist denkbar unkompliziert:
Ein paar hübsche Flaschen, Holunderblüten-Dolden, Zucker, Zitronen und Orangen, Wasser.
Ich hab auf die Verwendung von Ascorbinsäure (reines Vitamin C) verzichtet.

Aus unserem Wäldchen hab ich ca. 20 - 30 Holunderblüten-Dolden mitgebracht. Am besten geht man bei sonnigem Wetter am späten Vormittag zum Ernten (wegen der Aromaentfaltung). Man sollte darauf achten, dass man sich Sträucher aussucht, die ab von einer Strasse stehen. Ich hab mir eine Baumwolltasche mitgenommen, empfehlenswert ist aber auch ein Korb. Zuhause hab ich die Blüten vorsichtig ausgeschüttelt und von den groben Stängeln befreit. Man kann die Blüten zusätzlich noch kurz in kaltes Wasser legen, auf einem Küchenpapier abtropfen und dann auf einem Kuchengitter oder Backofenrost trocknen lassen.

Holunderblüten

Nach dem Putzen der Blüten, hab ich 1 l Wasser, 800 g Zucker, den Saft von 2 Zitronen (die Zitronenhälften noch mit in den Topf) aufkochen lassen. Der Zucker sollte aufgelöst sein und man kann das Ganze ein wenig einkochen lassen. 1 Zitrone und 1 Orange in Scheiben schneiden. Die Blütendolden schichtweise mit den Zitronen- und Orangenscheiben in einen großen, verschließbaren Behälter füllen. Am Schluss mit dem heißen Zitronen-Wasser-Zuckergemisch aufgiessen (sollte nicht mehr kochen). Das Gefäß verschliessen und einige Tage stehen lassen. Ich hab jeden Tag einmal umgerührt.



5 Tage später. Es geht ans Abfüllen. Den Sirup hab ich durch ein Küchenhandtuch in ein anderes Gefäß abgegossen und Blüten und Fruchtscheiben gut ausgedrückt. Meine Flaschen sind vor dem Befüllen mit kochendem Wasser aufgefüllt worden um sie kurz zu steriliseren. Dann hab ich den Sirup mit einem Trichter in die Flaschen abgefüllt.



Gut verschlossen kann der Sirup einige Monate gelagert werden. Die geöffnete Flasche sollte im Kühlschrank stehen und in kurzer Zeit aufgebraucht werden.
Selbst gemachte Limonade, Joghurt- und Quarkspeisen uvm. freut euch auf meinen Holunderblütensirup :-))

Ach ja - und Hugo wird nun auch nochmal getestet:

Das Mischungsverhätnis ist 1:1 bis 1:2 - das entscheidet der Geschmack.
Angerührt wird in einem Weinglas. Zum Prosecco gibt man ca. 2cl Holundersirup, dekoriert mit frischen Minzblättern und die Scheibe Limette oder Zitrone macht sich auch gut dabei. Für das Gut-gekühlt sorgen Eiswürfel. Wohl bekomm`s! :-)




Ein fleissiges Helferlein:

Beatrice 26.06.2013, 18.57| (1/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kochtopf | Tags: kochen, Küche, Getränke,

Alt ehrwürdige Heimat

Bei unseren vielen Städtereisen der letzten Jahre haben wir viel Schönes sehen dürfen. Mehrmals hatte ich dabei den Gedanken, wie es wohl ist, in einem alten Gemäuer zu wohnen. Man kann sich dabei so vieles erträumen und mit ein bisschen Fantasie werden Geschichten lebendig. Ich mag diese Vorstellung. Alte Häuser haben einen ganz besonderen Flair. Das erlebe ich auch hier in Hamburg in einer unglaublichen Fülle.

Ich bin in Füssen geboren und dieser Ort ist doch ziemlich geschichtsträchtig. Man bedenke die Nähe zu den Königsschlössern Hohen Schwangau und Neuschwanstein.

Hohen Schwangau

In Füssen selbst - auf die Altstadt blickend - liegt das Hohe Schloss. Die Stadt, mit ihren knapp 15 000 Einwohnern, kann auf 700 Jahre bewegte Geschichte zurückschauen, die sich in den vielen alten Häusern, diversen Denkmälern und Kirchen widerspiegelt.

Hohe Schloss Füssen

Es sind aber nicht nur die monumentalen Bauten von Füssen und Umgebung, die sicher vieles erlebt haben. Letztes Jahr unternahmen wir nach langem wieder einen Abstecher in meinen Geburtsort und ich war richtig erstaunt: Ich habe so vieles entdeckt, was ich nie wahrgenommen habe. An manchen Ecken hab ich mich gefühlt, wie jemand, der diese Stadt zum ersten Mal besucht. Die ein oder andere Gasse war mir tatsächlich unbekannt. 

in Füssen

Dabei war ich in meinen Kindertagen sehr, sehr oft bei meiner Oma und Großtante zu Besuch - mit vielen großen und kleinen Abenteuern verbunden. Wir sind viele Male am Lech entlang gewandert, waren auf dem Kobel beim Spielen und waren in einer anderen Zeit, wenn wir dort die Ruine besuchten.

Kobel Ruine

Meine Oma und meine Großtante haben ihr ganzes Leben in Füssen verbracht und ich kann auch viele, viele Stunden meines Lebens mit dieser Stadt verbinden. Ich glaube, es wird wieder Zeit für einen Besuch. Wandeln auf den Spuren der Erinnerungen ist angesagt. Wer das gerne tut, ist sicher froh um die Menschen, die sich um den Schutz und die Erhaltung von Baudenkmälern kümmern können und darin investieren.  Mir fehlt leider das nötige Kleingeld und so kann ich mich einfach nur in diese Bauten und ihre Geschichten hinein träumen und sie besuchen.

Beatrice 26.06.2013, 17.22| (0/0) Kommentare | TB | PL | einsortiert in: Tourismus | Tags: Bayern, persönlich, Architektur,

Himbeer-Joghurt-Törtchen

Inzwischen ist der Sonntag nicht nur mein Genuß- sondern auch mein Backtag. Sinnesfreuden sind das! Ich staune, wie sich das Bewußtsein verändert. Es gibt eben nicht mehr alles jeden Tag, wie man das so gewöhnt ist, sondern nur an einem ganz besonderen Tag. Die Wertschätzung steigt und ich kann verstehen, wie gut sich das früher anfühlen musste, als es noch nicht diesen Überfluss gab (und auch heute noch in anderen Ländern nicht gibt). Bonbon-Tage sind das!

Aber zu meinen Sonntagsküchlein - es gab Himbeer-Joghurt-Törtchen. Das Rezept hab ich bei Eatsmarter (Link zum Rezept) entdeckt und kann von dort abgeholt werden.

Himbeeren

Lt. Rezept sollten "Ausstechformen" mit 10 cm Durchmesser verwendet werden. Ich hab mich für 8 cm Durchmesser entschieden und konnte meine Servierringe zum Einsatz bringen. Ich hab das Rezept ausserdem halbiert. Für 2 Personen konnte ich ein üppiges Ergebnis erzielen ;-)

Joghurt-Himbeer-Törtchen

Beim Ausstechen der 8cm-Teigplatten blieben einige Teigreste, die ich mit runden Keksstecherl aufgearbeitet habe. Die Mini-Teigplatten hab ich in Muffinförmchen gelegt und wie die Original-Törtchen belegt und mit der Creme aufgefüllt. Nach 2-3 Stunden Kühlzeit werden die Törtchen mit weißer Schokolade "beraspelt" und da ich die Pistazien vergessen habe, gabs als Alternative Limetten-Raspel.

Joghurt-Himbeer-Törtchen

Ich kann die Törtchen absolut empfehlen. Sie sind fruchtig frisch und herrlich leicht. Für die Creme wird Limettensaft und -schale verwendet und das ergibt einen tollen frischen Geschmack des Sahne-Joghurt-Gemischs. Abwandlungen mit anderen Beeren kann ich mir sehr gut vorstellen.

Beatrice 26.06.2013, 12.56| (2/0) Kommentare (RSS) | TB | PL | einsortiert in: Kochtopf | Tags: kochen, Küche, backen, Kuchen, Obst,

Hallo und willkommen auf meinem Gedankensprudler. Seit 2002 fuehre ich dieses Blog, das prall gefuellt ist, mit allem was mir Freude bereitet, mich bewegt und inspiriert - frei nach dem Motto "Life is about using the whole box of crayons".


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